Thalkapelle

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Thalkapelle

Kategorie: Kapelle
Ort: 8924 Wildalpen (Hopfgarten)
Beschreibung:

Die Thalkapelle oder Ursprungskapelle steht in der Nähe des Talfriedhofs. Ein frommer Mönch aus dem Stift Admont wollte die Salza durchqueren und hätte dabei fast sein Leben eingebüßt nur mit Gotteshilfe rettete er sich ans nördliche Ufer. Ein Jäger soll den frommen Pilger auf einen Stein kauernd gefunden und vor Hunger und Krankheit gerettet haben.
Diese wundersame Rettung vor langer Zeit, dürfte dazu geführt haben das am Anfang nur ein einfaches Kreuz neben dem vorgenannten Stein errichtet worden sein. Später wurde dann an dieser Stelle eine Kapelle errichtet. Im Katasterblatt von 1824 steht bei der Thalkapelle: Hierbei handelt es sich um den Ursprung von Mariazell.

(Auszug aus der Masterarbeit von Wolfgang Feuchter, BA, August 2016)

Der Werksverwalter Amand Winterl ließ ein Bild der Schmerzhaften Mutter Gottes malen, welches im Jahr 1669 „im sogenannten Thal am anderen Salzaufer“ aufgestellt wurde, „wo die frommgläubige Bevölkerung ihre Andacht verrichtete“.

Das Bild erlangte bald „den Ruf eines ausgesprochenen Gnadenbildes.
Viele Menschen, „die den Ort besuchten und ihr kindliches Vertrauen auf Gott und die Fürbitte Marias setzten, fanden in ihren schweren Anliegen Trost und Hilfe.1675 wurde vom Salzburger Konsistorium die Genehmigung erteilt, im „Verweshause“ eine Kapelle zu Ehren der hl. Barbara zu errichten. Am 22. Jänner 1676 wurde durch den Pfarrer von Landl, P. Sebastian Guetrather, erstmals eine hl. Messe in dieser neuen Kapelle gefeiert.
Um das Jahr 1700 ließ Ferdinand Mathias Winterl über dem Marienbild im Tal eine Kapelle erbauen. Das Bild selbst wurde auch übermalt.Ein weiterer Höhepunkt fand 1867 statt Renovierung und Errichtung des Altars des Hl. Nepomuk 1767, anstelle des fast 200 Jahre alten Gnadenbildes von 1669.

Der Bericht beschreibt in weiterer Folge die Übertragung des Gnadenbildes 1731 in die Pfarrkirche

Gedichte oder Sagen:

Wildalpener Wallfahrerleid (Thallied)
Nun will ich Maria grüßen und fallen zu ihren
Füßen, lieben, ja lieben, will ich sie allzeit,
denn sie ist mein einziges Leben, ihr will ich
mich ganz ergeben, lieben, ja lieben, will ich
sie alle Zeit.
Schönste Jungfrau der Jungfrauen, tu mit
Gnaden mich anschauen, bitte, ja; bitte für
mich dein liebes Kind, daß es mir seine Gnad
verleihe und auf ewiglich verzeihe, alle, ja
alle begangene Sünd.
O Maria dir befehle, dir mein Leben, Leib und
Seele; solang ich von Gott das Leben nur
hab, will ich dich Maria preisen, alle Lieb und
Treu erweisen, bis ich, ja bis ich werd liegen
im Grab.
Wenn ich werd im Todbett liegen, voller
Angst in letzten Zügen, komme, ja komme,
Maria bei Zeit, steh mir bei am letzten Ende,
nimm meine Seel in deine Hände, führ mich,
ja führ sie zu der himmlischen Freud.

Thalkogelkreuz