Laussabauerkreuz

 In Wegkreuz / Flurkreuz

Laussabauerkreuz

Kategorie: Wegkreuz / Flurkreuz
Baujahr: 2014
Erbaut von: Manfred Fössleitner
Ort: 8932 St. Gallen
Beschreibung:

Die Legende vom Laussabauer Kreuz
Manfred Fößleitner vom Kerngut in Bichl 8 zu Weißenbach an der Enns erzählt, was er von seiner Mutter Maria Fößleitner – und diese wiederum von ihrer Schwiegermutter, der Laussabäuerin Maria Baumann, geb. Fößleitner – mündlich überliefert bekommen hat:
Meine Großmutter, Maria Baumann geb. Fößleitner, gestorben 1951 mit 65 Jahren, berief sich wiederum auf ihre Schwiegereltern Karl und Maria Baumann, welche zu jener Zeit – als sich die geheimnisvolle Geschichte über den verschwundenen Pferdeknecht zugetragen hatte – Eigentümer des Laussabauer Hofes waren.
Karl Baumann gestorben: 1919 mit 83 Jahren
Maria Baumann gestorben: 1934 mit 93 Jahren
(beide begraben am Friedhof von St. Gallen)
Das kleine Denkmal, das Wegkreuz auf der „Laussabauer Höhe“ an der Bichlstraße Richtung Unterlaussa in der Gemeinde Weißenbach an der Enns gelegen, erinnert daran, dass hier ein Pferdeknecht vom Laussabauer auf geheimnisvolle Weise spurlos verschwunden ist.
Die mündliche Überlieferung berichtet:
Ein Pferdeknecht und ein Jungknecht kamen mit ihrem Pferdeschlitten aus Unterlaussa. Auf der „Laussabauer Höhe“ beauftragte der Knecht seinen Begleiter, die Pferde zu halten, während er im nahen Wald seine Notdurft verrichten wollte. Der Knecht kehrte nicht zurück. Der Jungknecht folgte den Spuren im Schnee – diese endeten plötzlich. Alles Suchen blieb erfolglos. Der Knecht blieb für immer verschwunden.

Die alten Laussabauer Leute waren überzeugt, dass der Teufel den Knecht geholt hat, da er ein jähzorniger, fluchender und gotteslästernder Mensch gewesen sei.
Zum Gedenken an seine verlorene Seele wurde ein Kreuz errichtet, das bis heute besteht.
Renaturierung und Erneuerung:

16.–18. Dezember 2013: Firma Thomas Berger aus Unterlaussa renaturierte die „Hald-Wiese“ beim Kreuz.
17.12.2013: Zwei mächtige Eschenbäume (ca. 140–150 Jahre alt) wurden gefällt, Kreuz und Bank vorübergehend entfernt.
10.–14. November 2014: Neuer, verstärkter Betonsockel errichtet.

November 2014: Kreuz wieder montiert.

April 2015: Zwei junge rotblühende Kastanienbäume gepflanzt.

Diese Geschichte wurde 1959 von Manfred Fößleitner niedergeschrieben und 2015 ergänzt.