Gedenkstein Auer

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Gedenkstein Auer

Kategorie: Gedenkstein
Baujahr: 2020
Ort: 8933 St. Gallen
Themenweg: Dieses Flurdenkmal ist Teil des Sieben Elemente Weges.
Beschreibung:

Diese Laterne mit Kerze ist Stefanie Auer 1926 – 2020 gewidmet. Dieser Gedenkstein ist mit einer Laterne und einer Kerze ausgestattet und ist in der Naturparkregion einzigartig. Die Kerze hat eine spezielle Symbolik für das Leben und die Seele – das Licht einer Kerze wird als Symbol für Christus – das Licht der Welt - verstanden. Mit dem Licht einer Kerze wird der Verstorbene geehrt.

Besonderes:

Dieser Gedenkstein befindet sich in der Spitzenbachklamm.

Die außergewöhnliche Artenvielfalt der Spitzenbachklamm ist auf die abwechslungsreichen klimatischen Gegebenheiten und den somit diversen Lebensräumen zurückzuführen (vgl. NUPEIS Führungskonzept, S.3). Die Nord-Süd-Ausrichtung schafft schattige, feucht-kalte und sonnige, warme Habitate und bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Lebensräumen (vgl. Kerschbaumsteiner et al. 2006, S.22). In der Klamm findet man dementsprechend hochmontane und subalpine Pflanzen und Tiere in direkter Nachbarschaft zu wärmeliebenden Lebewesen (vgl. NUPEIS Textservice Modul, S.1; Kerschbaumsteiner et al. 2006, S.23). Das Grundwasser der höher gelegenen Wälder und das Oberflächenwasser auf kleinen Felsrinnen versorgen die Hänge auf der Sonnen- und Schattenseite gleicherweise mit Feuchtigkeit (vgl. Griesser et al. 2018, S.7).
Seit 1971 ist die Spitzenbachklamm als Naturdenkmal ausgezeichnet und somit vor menschlichen Veränderungen geschützt (vgl. NUPEIS Führungskonzept, S.4-5). Naturdenkmäler sind bemerkenswerte natürliche Einzelschöpfungen, die aufgrund ihrer Bedeutung, Schönheit, Seltenheit oder Rolle in der Landschaftsbildung erhaltenswürdig sind (vgl. NUPEIS Führungskonzept, S.5). Sie genießen den höchsten steirischen Schutzstatus (vgl. Kerschbaumsteiner 2005, S.16).
Erstmals wurde die Spitzenbachklamm 1882 als Schmetterlingsfundort erwähnt (vgl. Kerschbaumsteiner et al. 2006, S.20). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlangte die Spitzenbachklamm Bekanntheit unter den Entomologen und in der Fachliteratur (vgl. Kerschbaumsteiner et al. 2006, S.17; Kerschbaumsteiner 1997, S.13). Die vorteilshafte Zuganbindung über den Bahnhof Weißenbach an der Enns ermöglichte vielen Schmetterlingsbegeisterten die Anreise in die Klamm (vgl. Kerschbaumsteiner 1997, S.13). In der Nachkriegszeit geriet die Klamm wissenschaftlich in Vergessenheit bis in die 1990er (vgl. Kerschbaumsteiner et al. 2006, S.17). 2004 veranstalteten Herbert Kerschbaumsteiner und Gerhard Stimpfl die steirischen Entomologentage, wobei österreichische und slowenische Forscher 432 Schmetterlingsarten in der Spitzenbachklamm bestätigen konnten (vgl. Kerschbaumsteiner 2005, S.16). Herbert Kerschbaumsteiner betitelte die Spitzenbachklamm als steirisches „Tal der Schmetterlinge“ (vgl. Kerschbaumsteiner 1997, S.12; NUPEIS Führungskonzept, S.2).

Madonnen Statue Spitzenbachklamm