Teuflskirche

Teuflskirche
Dem Maireck (1763) vorgelagert ist ein bewaldeter, 1058 m hoher Bergrücken. Von einem Schulausflug ist mir in Erinnerung, dass es dort mehrere Löcher im Waldboden und eine Höhle gibt. Wenn man einen Stein hineinwarf, hörte man keinen Aufschlag. Dort heißt es die „Teufelskirche“.
Über diesen sonderbaren Bergnamen erzählte Großmutter folgende Sage:
Auf diesem Berg wohnte einst in einer Hütte ein Einsiedler. An Sonn- und Feiertagen kamen oft viele junge Leute aus St. Gallen. Es gab dort Trinkgelage und gotteslästerliche Reden wurden bei diesen Zusammenkünften geführt.
Einmal kamen die Teilnehmer nicht heim. Die suchenden Angehörigen fanden anstatt der Hütte des Einsiedlers ein großes Loch, aus welchem Schwefeldünste emporstiegen. Seither trägt der Berg mit der unheimlichen Höhle den Namen „Teufelskirche“.
(Informationen von Manfred Fößleitner)




