Pfarrkirche Unterlaussa

Pfarrkirche Unterlaussa
Seit rund 800 Jahren wurde im Tal von Unterlaussa Bergbau betrieben - durch Jahrhunderte hatte der Ort davon gelebt. 1964 wurde das Bauxit-Bergwerk im Ortsteil Weißwasser eingestellt, und damit auch die damals mit rd. 13,5 km längste Materialseilbahn Mitteleuropas.
Erste Hinweise auf ein Kirchlein in Unterlaussa finden sich bereits im Jahr 1790. In den Jahren 1906-1908 wurde die heutige kleine neugotische Pfarrkirche als Filialkirche von St. Gallen erbaut; die Inneneinrichtung erfolgte in den Jahren bis 1915. Bis Ende der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die Pfarre auch von St. Gallener Kaplänen seelsorglich betreut, die dazu jeweils den (vor allem im Winter) beschwerlichen Weg über die sogenannte Pfarreralm gehen mussten.
1947 erfolgte in unmittelbarer Nähe zur Kirche die Einrichtung eines eigenen Friedhofs für den Ort, um den gerade auch im Winter oft mühseligen Transport der Verstorbenen nach St. Gallen zu vermeiden. 1965 wurde der Pfarrhof errichtet, 1966 Unterlaussa schließlich zur Pfarre erhoben. In den 70er Jahren wurde die Kirche im Geiste der damaligen Zeit grundlegend umgestaltet. 1970 und 1979 wurde das Geläute auf vier Glocken erweitert. 2002 schließlich erfolgten die Außenrenovierung der Kirche und die Neuanlage des Kirchenplatzes.
Zum 40-Jahr-Jubiläum der Pfarre 2006 wurde der Altarraum der Kirche grundlegend renoviert und unter anderem durch die Wiederaufstellung eines Hochaltares umgestaltet, zum 100-Jahr-Jubiläum der Kirche ein neuer Steinboden verlegt. Im August 2015 bekam die Kirche ein passendes neogotisches Kirchenportal.



