Pfarrkirche Gams

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Pfarrkirche Gams

Kategorie: Kirche
Baujahr: 1780-1788
Ort: 8922 Landl (Gams)
Themenweg: Dieses Flurdenkmal ist Teil des Sieben Elemente Weges.
Beschreibung:

Die Pfarrkirche in Gams wurde in den Jahren 1780 - 1788 erbaut. Die erste heilige Messe wurde am 6. Dezember 1788 gelesen. Im Jahr 1789, am 08. Jänner, wurde die Kirche zu Ehren des Heiligen Josef geweiht.

Vollständig ausgebaut wurde die Kirche erst in den Jahren 1806 - 1808. Die Pfarrkirche ist im Stift Admont eingegliedert, gehört zur Diözese Graz-Seckau und zum Seelsorgeraum Stiftische Pfarren Eisenwurzen.

Eigenständigkeit als Seelsorgestation erhielt sie auf Grund einer Anordnung von Kaiser Josef II.

Das Pfarrgebiet der Pfarrkirche Gams, gehört zum Pfarrverband Landl - Gams - Palfau - Wildalpen und umfasst Gams, Krautgraben und Gamsforst.

Die Kirche wurde mit dem Pfarrhaus unter einem Walmdach, in dessen Mitte sich ein Dachreiter mit Barocker Haube und Zwiebel befindet, vereinigt. Maurermeister Matthäus Johann Michael Habacher, welcher mit dem Bau der Kirche beauftragt wurde, führte diesen Bau so schlecht aus, dass bis zur ersten Messfeier am 06. Dezember 1788 mehr als acht Jahre verstrichen. Der Kirchenbau ist ein mächtiger Baukomplex mit einer Länge von 22,75 m, einer Breite von 9,52 m und einer Bauhöhe von 7,15 m. Die Kirche ist ein Steinbau, mit einer Holzplafond Decke in Gewölbeform und nach untern verstukkaturt. Die Stirn und Seitenwänden sind mit Gemälde von Bruder Lukas aus der Abtei Seckau geschmückt. Die Kirche hat acht Fenster aus einfarbigen Kathedral-Glas und Bleiverglasung. Ein kleines Fenster befindet sich gegen Westen hinter der Orgel. Der Kirchenraum ist ein vier jochiger gerade geschlossener Saalbau. Decke, gedrückte Flachtonne auf Gurten, flache kannelierte Pilaster (Teilpfeiler, der auch als Wandpfeiler bezeichnet wird) und einer hölzernen Westempore. Außen an der Nordwand befindet sich eine Pieta, Maria sitzt in der Bildmitte und hält den Leichnam ihres Sohnes, mit der Inschrift: „Alle die ihr vorübergeht sehet ob ein Schmerz gleich ist dem meinen.“

Der barocke Hochaltar, grün-rotbraun marmoriert und mit vergoldeten Ornamenten (Muschelsäume, Blüten, Akanthus, Rocaille Kartuschen) dekoriert, ist freistehend im Chorschluss und trägt ein Altarbild gemalt von Johann Max Tendler, welches den Tod des hl. Josef darstellt. Der hl. Josef liegt in der Bildmitte. Am rechten Bildrand steht Jesus, der ihn segnet. Links hinter dem Bett steht Maria und zwei Engel mit Kerzen. Über dem Bett schwebt ein Engel mit Lilienzweig. Seitlich schweben zwei Putti (nackte Knaben). Die Statue des hl. Josef, im Altarmittelteil an der Spitze, trägt ein langes Kleid und einen Mantel und hat in der rechten Hand einen Lilienstab. Am Sockel ist ein Puttokopf angebracht. An der Seite auf den Säulen stehen 2 Figuren, links der Apostel Jakobus mit einer Schriftrolle und rechts der hl. Johannes der Täufer. Seitlich der Mensa befindet sich rechts der Vater von Maria, der hl. Joachim und an der linken Seite die Mutter von Maria die hl. Anna. Vor ihr steht Maria mit gefalteten Händen den Blick nach oben zu Anna gerichtet. Auf der Mensa (Altartisch) steht ein zweigeschossiger vergoldeter Tabernakel, dessen Mittelteil konvex nach vorne gezogen ist. Oben am Tabernakel in der Mitte ist die Taube des HI. Geist angebracht und dahinter ein Engel mit Kreuz. Im Mittelteil sind an der Seite, zwei kniende Adorationsengel, angefügt. Der Hochaltar wurde benediziert (gesegnet -geweiht). Datierung: 1750 - 1775. (Quelle: www.katholische-kirche-steiermark.at)

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