Lawinenmarterl

Lawinenmarterl
Auf der Tafel steht folgende Inschrift :
Zum Gedenken
an die Opfer des Lawinenunglückes
vom 27. März 1944
Karoline Peer 38 Jahre
Adele Peer 6 Jahre
Herwig Peer 4 Jahre
Frieda Mitteregger 15 Jahre
Das Lawinenunglück:
Am 27. März 1944 wurde die Schule um 10 Uhr vormittags wegen akuter Lawinengefahr geschlossen.
Um 23 Uhr löste sich eine Lawine vom Gamssteinkar. Sie verschüttete das Schulgebäude und auch das Holzknechtkreuz wurde beschädigt.
Die Gattin des Oberlehrers Peer starb mit ihren beiden Kleinkindern, sowie das anwesende Pflichtmädchen Frieda, unter den Trümmern der Schule. Frau Peer wurde zwar am nächsten Tag noch lebend geborgen, aber sie starb kurz darauf.
Trauriges Detail dazu: Am Nachmittag hatte Frau Peer noch bei der Frau Schneßl im Ort um Unterkunft für die kommende Nacht gebeten und die wurde ihr auf zugesagt. Aber als man sie am Abend abholen kam, schliefen die Kinder schon fest und die Mutter(Frau Peer) sagte, sie würden am nächsten Morgen sofort kommen. Leider war es dann schon zu spät.
Der Oberlehrer Peer befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Kriegsdienst. Dadurch hat er als einziger seiner Familie dieses schreckliche Unglück überlebt.
Seit mehr als 40 Jahren wird das Lawinenmarterl von Frau Zinneber Marianne liebevoll gepflegt, bepflanzt und erhalten.




