Kreuz auf der Eisenerzerhöh

Kreuz auf der Eisenerzerhöh
Holzkreuz am Übergang von Wildalpen nach Eisenerz darauf zu sehen ist Maria mit Kind.
Einer Überlieferung zufolge gelobten die Eisenerzer nach dem schweren Brandunglück von 1745 eine jährliche Wallfahrt nach Mariazell.
Die Wallfahrer nahmen seit jeher den Weg durch die Seeau, über den Felsensteig durch die Rohrmauer, den Arzerboden und die Eisenerzerhöhe nach Hinterwildalpen zur Salza.
Beim Marienkreuz auf der Eisenerzer Höhe, die mit ihren 1543 Metern der höchste Punkt des Weges ist, wird Andacht gehalten. Über dieses Marienkreuz sowie über die Wallfahrt selbst erzählte mir Herr Obersteiger i. R. Josef Pichler aus Eisenerz im Juli 1968 aus seiner Erinnerung einiges, dass ich im folgenden mitverwerte.
An der Stelle des heutigen, 1961 in der Werkstätte Wiesmath am Erzberg angefertigten Holzkreuz stand ein altes Kreuz das abgetragen wurde. Man weiß nicht ob dieses alte Kreuz das erste gewesen ist, und kann auch nichts Genaues über den Grund sagen, der zu seiner Aufrichtung geführt hat. Es ist jedoch anzunehmen, dass hier ein ursächlicher Zusammenhang mit den Wallfahrten der Eisenerzer zur Gnadenmutter nach Mariazell besteht.
Der Wortlaut der rührend naiven Inschrift, die das Bildstöckl Maria mit dem Jesuskind um 1890 getragen hat ist aus dem Führer durch die Hochschwabgruppe von Dr. August Böhm bekannt.
Herzliebstes Kind, wo gehst du hin?
Gedenk, Dass ich dein Mutter bin,
Weil ich dich lieb, herzinniglich,
So stehe still und Grüße mich.
Das Marienbild mit seinem sinnigen Vers wird schon in der gleichnamigen Sage als vorhanden erwähnt, die Johann Krainz im Jahre 1880 nach J.B. Sorger entnommen aus „Der Aufmerksame“, 1837- in seinem Buch „Mythen und Sagen aus dem steirischen Hochlande“ wiedergibt. Die Bezeichnung „rotes Kreuz“, wie es allgemein genannt wird, bringt Krainz mit der dort geschilderten Bluttat in Zusammenhang.
Auszug aus: Blätter für Heimatkunde 53 (1979) Von Hans Zacherl




